Energie-Souveränität für unsere Heimat

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von zagsulzbach
zagsulzbach ||
Januar 2026


Energie-Souveränität für unsere Heimat

💡 Energie-Souveränität:

Antizyklisch investieren statt die Zukunft vertagen

Die Energiepreise der letzten Jahrzehnte kennen im Trend nur eine Richtung: nach oben. In den vergangenen 20 Jahren hat sich der Strompreis für Haushalte von ca. 18 Cent (2004) auf heute über 40 Cent pro kWh mehr als verdoppelt. Im krassen Gegensatz dazu sind die Kosten für Photovoltaik-Module im gleichen Zeitraum um über 90 % gefallen.

Die Preisschere nutzen: Aus der Krise 2022 lernen

Wir erinnern uns alle an den Beginn des Ukrainekriegs im Jahr 2022. Der Markt geriet in Panik, die Strompreise explodierten und plötzlich wollten alle Kommunen gleichzeitig Solarparks bauen. Die Folge waren Mondpreise bei den Komponenten und jahrelange Wartezeiten.

Für uns bei der ZAG ist klar: In der Krise zu agieren, ist teurer Aktionismus. In der Ruhephase zu investieren, ist kluge Strategie. Momentan erleben wir ein historisches Tief bei den Preisen für Solarkomponenten. Dass Projekte jetzt in den Schubladen verschwinden, weil die aktuelle Marktlage “unruhig” scheint, ist eine fatale Fehleinschätzung. Wer investiert, wenn die Preise niedrig sind, sichert unserer Gemeinde die günstigste Energieform der Geschichte für die nächsten 25 Jahre.

Konkret: Der Solarpark “Heidelöser”

Ein Paradebeispiel für eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Flächennutzung ist der geplante Solarpark auf der ehemaligen Deponie “Heidelöser”. Der Umweltbericht vom April 2024 bestätigt das Potenzial dieser Fläche:

  1. Sinnvolle Folgenutzung: Die Errichtung der PV-Anlage auf der ehemaligen Erdaushub- und Bauschuttdeponie stellt eine ideale Nachnutzung dar, ohne landwirtschaftliche Flächen zu beanspruchen.
  2. Klimaschutz ohne lokale Beeinträchtigung: Auf ca. 12.400 $m^2$ Plateaufläche kann regenerativer Strom erzeugt werden, während die Auswirkungen auf das Kleinklima marginal bleiben.
  3. Natur im Einklang: Durch gezielte Maßnahmen wie eine ökologische Baubegleitung, Schutzzäune für die nachgewiesenen Zauneidechsen und eine Schafbeweidung bleibt der Standort als Lebensraum erhalten.
Windkraft auf der Hohen Warte: Die Weichen sind gestellt
Windkraft auf der Hohen Warte: Unser Drei-Klang für Sulzbach

Die Planungen für das Vorranggebiet W27 auf der Hohen Warte bieten uns eine historische Chance. Wir setzen hier auf einen klaren Drei-Klang, um das Beste für unsere Gemeinde herauszuholen:

  1. Wirtschaftliche Stärke durch lokale Erträge: Bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 6,1 m/s ist der Standort hochgradig rentabel. Über die Kommunalabgabe fließen direkte Einnahmen in unseren Haushalt – Geld, das wir für Schulen, Kitas und Infrastruktur in Sulzbach, Soden und Dornau brauchen.

  2. Eigene Gestaltung statt fremder Investoren: Da die Flächen dem Markt Sulzbach gehören, behalten wir die volle Kontrolle. Wir steuern den Ausbau aktiv und verhindern, dass Gewinne in die Taschen externer Großinvestoren fließen. Die Wertschöpfung bleibt hier vor Ort.

  3. Verantwortung und Sicherheit: Der Schutz unserer Bürger und der Natur steht an erster Stelle. Das offizielle Standortdatenblatt bestätigt: Siedlungsabstände sowie Natur- und Denkmalschutz wurden bereits im Vorfeld umfassend geprüft und sind fester Bestandteil der Planung.

Unser Ziel: Unabhängigkeit statt Abhängigkeit

Wir setzen uns ein für:

  1. Konsequente Umsetzung des Solarparks Heidelöser, um die historische Niedrigpreisphase bei Modulen zu nutzen.
  2. Aktive Steuerung der Windkraftprojekte auf der Hohen Warte, um sicherzustellen, dass unsere Bürger direkt von der Wertschöpfung profitieren.
  3. Transparente Information, damit die Energiewende gemeinsam mit den Menschen in Sulzbach, Soden und Dornau gelingt.

Wer die Energiewende heute verschläft, zahlt morgen die Rechnung der anderen. Wir wollen, dass unsere Gemeinde zu den Gewinnern gehört!

📚 Quellen & Belege
  1. Umweltbericht zum B-Plan “Heidelöser” – Ingenieurbüro Dr. Rühl, Stand April 2024 (Detaillierte Analyse zu Artenschutz, Boden und Versickerung). [cite: 7]
  2. Standortdatenblatt Vorranggebiet W27 (Hohe Warte) – Regierung von Unterfranken, Standortdaten für Windenergie (S. 147 ff. im PDF).
  3. Fraunhofer ISE: Photovoltaics Report – Aktuelle Zahlen zur weltweiten Preisentwicklung und technologischen Lernkurve der PV.
  4. IRENA: Renewable Power Generation Costs – Internationaler Beleg für die Kostenreduktion von Solarstrom um ca. 89 % seit 2010.
  5. Regionalplan Region Bayerischer Untermain – Aktuelle Meldungen und Karten zum Beschluss der Windkraft-Vorranggebiete.
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